Revier Türkei
 
Strand mit Yacht   Die Gegensätze von Orient und Okzident treten in diesem Land an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien besonders deutlich hervor und es ist gerade diese Mischung, die den Reiz dieser Region ausmacht.

Obwohl die Türkei seit Beginn der 80er Jahre einen wahren Tourismusboom erlebt, sind die Preise moderat geblieben und das Land wird immer noch für die Gastfreundschaft seiner Menschen gerühmt.

Feinschmecker dürfen sich freuen, die türkische Küche wird oft als die beste und abwechslungsreichste im östlichen Mittelmeer bezeichnet.

Mehr noch als Bodrum ist Marmaris das Zentrum des Yachttourismus an der türkischen Küste. Marmaris bietet sich als idealer Ausgangshafen für einen Törn entlang der beiden Halbinseln Bozburun und Resadiye an. Von dort sind es zirka 45 Seemeilen bis nach Datça, dem maritimen Zentrum des Hisarönü-Golfes.

 

Die vielen Einschnitte in die Küstenlinie bieten ideale Rückzugs- und Ankermöglichkeiten. In den teilweise winzigen Buchten kann man unbesorgt baden, auch wenn andere Yachten dort sind. In der Türkei sind alle Schiffe mit Fäkalientanks ausgerüstet, die nur in weiter Entfernung der Buchten geleert werden dürfen.

Die kurzen Entfernungen zwischen den einzelnen Ankerplätzen ermutigen auch weniger erfahrene Segler, ein Boot zu chartern. Das Revier ist frei von besonderen Schwierigkeiten, der Wind ist meist beständig und entlang der Südküste nicht so stark wie an der Westküste.

Sie können entweder in einer der zahleichen idyllischen Buchten mit ursprünglichen Dörfern an einem Holzsteg festmachen oder den Komfort einer Marina genießen, die modernes Hafenleben und orientalischen Flair vereint. Antike Kulturstätten sind in der Türkei von fast jedem Hafen aus zu erreichen.

  Hafen mit Fischer
 
Wind und Wetter
Von Mai bis Oktober bläst der Meltemi bei strahlendem Sonnenschein oft kräftig aus nördlicher Richtung. Dann sind 7 Beaufort keine Seltenheit. Zwischen der griechischen Insel Symi und dem türkischen Festland muss man an solchen Tagen mit heftigem Gegenwind und höherem Seegang rechnen. Entlang des Hisarönü-Golfes ist zudem westlich abgelenkter Wind einzukalkulieren. Ansonsten gibt es leichte thermische Winde, die zum Abend einschlafen und erst gegen Mittag des nächsten Tages wiederkehren. Im Hochsommer (Juli/August) wird es in der Türkei weit über 30 Grad heiß. Insgesamt ist die Segelsaison lang: Von April bis Ende Oktober herrschen gute Bedingungen für einen Törn.
Nachts können starke Fallböen von den Hängen wehen, der Anker und gegebenenfalls die Landleinen (meist um den nächstbesten Baum oder Felsen geworfen) sollten entsprechend guten Halt bieten.